MI 18 08
Geöffnet täglich ab 19:00 Uhr, Abendprogramm ab 20:30 Uhr, wenn nicht anders angegeben.
(Eva Zimmermann)
Anhören unter wearepilotsyouarenot.com bzw. myspace.com/wearepilotsyouarenot.Mit ihrem dritten Album melden sich die Shout Out Louds zurück. Es scheint nicht leicht für sie gewesen zu sein. Das Album heißt „Arbeit".
Immer verlassen kann man sich beim Musikkauf auf das Label „Made in Sweden". Mando Diao, The Hives, meinetwegen auch ABBA - Schlechtes kommt selten aus dem Norden. Auch die Shout Out Louds sind da keine Annahme. Vier Männer und eine Frau, das zog nicht nur den Neid einiger MusikkritikerInnen auf sich, sondern auch Scharen auf die Tanzfläche. Was sich da so locker-leicht und zuckersüß ausnimmt, wie die Creme-Torten bei Ikea, ist aber in Wahrheit harte Arbeit. Nicht zuletzt deswegen trägt das dritte Album des Quintetts nun den eher unromantischen Namen „Work". Gemeinsam mit Produzent Phil Ek, der unter anderem bereits mit den Shins und den Fleet Foxes gearbeitet hat, wurde das neue Werk in einer abgeschiedenen Hütte im amerikanischen Seattle aufgenommen. Um nun unter anderem in Vorarlberg unter die Leute gebracht zu werden. Im Interview erzählt Bassist Ted Malmors von den guten Erinnerungen an das poolbar-Festival und Wagenladungen voller Tic-Tacs.
Ihr habt das neue Album weit weg von zuhause in den USA aufgenommen - ist auch die Musik selbst „weit weg von zuhause", habt ihr etwas Neues versucht?
Wir wollten definitiv etwas Neues und Anderes machen als das, was wir davor gemacht hatten. Die zwei ersten Alben haben wir in Stockholm eingespielt und dass nur wir fünf jetzt gemeinsam weg fahren und etwas aufnehmen, war etwas, das wir unbedingt machen wollten. Wir glauben auch, dass es unsere Platte beeinflusst hat. Die Vereinigten Staaten haben eine wirklich starke Musik-Tradition, und wir wollten daran gerne teilhaben.
Wie war die Zusammenarbeit mit Phil Ek?
Gut! Am Anfang war es etwas schwer, da wir uns nicht schon eher getroffen hatten und dadurch vor der Aufnahme keine Zeit hatten, uns gegenseitig und unsere Arbeit kennen zu lernen. Aber am Ende hat es richtig gut funktioniert. Er ist oft sehr vorsichtig und pingelig, aber er hat eine gute Arbeitseinstellung und einen fantastischen Sinn für Musik.
Ihr wart ja bereits 2007 beim poolbar-Festival in Vorarlberg. Kannst du dich daran noch erinnern? Wie hat es euch gefallen?
Ich kann mich gut daran erinnern! Es war cool, in dieser alten Schwimmhalle zu spielen. Die Stadt ist ungewöhnlich schön und die Berge rund herum sind einfach Respekt einflößend. Wir haben eine ganze Ladung Tic-Tacs gekauft damals. Sie sind immer noch nicht ausgegangen.
(Andrea Heinz)
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