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Geöffnet täglich ab 19:00 Uhr, Abendprogramm ab 20:30 Uhr, wenn nicht anders angegeben.
(eigen/mij)
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thebuildersandthebutchers.com
myspace.com/thebuildersandthebutchers
Der Name so einprägsam wie das farbenfrohe Artwork der bislang sieben Alben, und der musikalische Inhalt so vielschichtig wie experimentierfreudig. Exquisit ist auch die Herkunft: Aus Alaska stammend, haben Portugal. The Man die Sonne im Herzen und zur Eröffnung des poolbar-Festivals auch mit im Gepäck. Wir freuen uns auf ihren insgesamt bereits dritten Besuch im Alten Hallenbad in Folge und stellten ihnen vorab einstimmend ein paar Fragen.
Offensichtlich seid ihr schon richtige poolbar-Fans geworden. Was verbindet ihr mit Österreich generell? Gibt es da spezielle Erinnerungen?
„Wir sind schon aufgeregt und froh wiederzukommen. In der poolbar hatten wir jedes Jahr eine Menge Spaß, und dieses Mal werden wir mit unseren Freunden The Builders And The Butchers aus Portland/Oregon spielen. Ich liebe die österreichische Landschaft. All die Berge erinnern mich an zu Hause."
Ihr seid einen großen Teil eurer Zeit auf Tour. Was sind die positiven Seiten daran, und wie definiert sich der Unterschied zwischen einer Europa- und einer US-Tour?
„Wir lieben es, auf Tour zu sein. Es ist harte Arbeit, aber genauso viel Spaß, mit seinen Freunden unterwegs zu sein und während dieser Reise noch neue Freunde kennenzulernen. Gigs in Europa sind etwas schwieriger, weil wir nicht das gleiche Equipment bzw. die gleiche Crew wie in den Staaten haben, aber allgemein werden wir hier besser behandelt und finden es auch viel interessanter, weil man immer neue Orte sieht."
Als ihr euren Namen gewählt habt, wart ihr noch nie in Portugal. Habt ihr es mittlerweile hingeschafft?
„Ja, wir haben vor zwei Jahren mit Nine Inch Nails und Peaches auf einem Festival gespielt und waren damals auch tatsächlich etwas unsicher, weil wir uns den Namen geliehen hatten. Aber die Leute dort waren sehr unterstützend und begeistert. Leider haben wir nur einen kleinen Teil dieses wunderschönen Landes gesehen."
Wie gleich auf den ersten Blick erkennbar ist, setzt ihr besonderes Augenmerk auf das Artwork für Albumcover und Webauftritt. Welche unterschiedlichen Künste inspirieren euch dazu und auf welche Art?
„Inspiration kommt von überall her. Das kann ein Film, Architektur, ein Comic, Graffiti oder einfach das Leben selbst sein. John ist besonders am Zeichnen und an der Architektur interessiert, und ich bin ein Fotografie-Afficionado. Wir glauben, dass es einen wichtigen Teil unserer Arbeit darstellt, und es fühlt sich wie ein natürlicher Vorgang an. Künste verbinden sich."
Welche Rolle nimmt eure Heimat Alaska für euch ein? Hat dieses Umfeld einen Einfluss auf eure Gefühle und in weitere Folge auf die Musik, die ihr kreiert?
„Vieles an unserer Bildsprache in den Songtexten basiert auf Dingen, die wir gesehen und erlebt haben, als wir in Alaska aufgewachsen sind. Wir versuchen, mit unserer Musik ein Bild von diesem schönen und isolierten Land zu malen."
Könntet ihr ein bisschen etwas von eurer Kindheit und dem musikalischen Umfeld berichten?
„Das einzige, das wir zu hören bekamen, waren die Top 40 im Radio oder den Oldies Radio Sender. Die Zeit in Portland hat uns die Ohren für die alternative Musikszene geöffnet. Beides - Mainstream in Alaska und Indie in Portland - hat uns inspiriert."
Ihr kombiniert mehrere Musikgenres. Könnte das als eine postmoderne Herangehensweise verstanden werden? Das Herauspicken einzelner Teile und das Zusammenfügen zu einem neuen Ganzen?
„Das sehe ich auch so. Wenn du den ganzen Tag lang mit acht Jungs im Van verbringst, erweitert das wahrhaftig das musikalische Wissen. Wir sind zwar alle mit denselben Bands aufgewachsen, aber haben uns in unterschiedliche Richtungen weiterentwickelt. Wir empfehlen uns permanent gegenseitig neue Bands. Insgesamt decken wir mit unseren Interessen ein sehr breites Spektrum an Musik ab."
Das hymnische „Censored Colors" scheint ein Winteralbum zu sein, während das vierte Album „Satanic Satanist" sich als DER vertonte Sommer herausstellte. Wir kamen diese Stimmungen zustande?
„Wir haben beide im Winter aufgenommen; „Censored Colors" im Keller eines Freundes in Seattle. Die gesamte Band hat in einem winzigen Raum geschlafen. Sardinenstyle. Sehr Punk Rock! Die Vocals haben wir im Heizraum aufgenommen, was bedeutete, dass wir die Heizung im gesamten Haus abdrehen mussten, wenn wir aufgenommen haben. Es war eine wundervolle Erfahrung, obwohl wir in Folge permanent gefroren haben. Das kommt, glaube ich, im Album recht gut rüber. Bei „Satanic Satanist" war es warm im Studio. Ein Großteil der Texte basiert auf farbenfrohen Erinnerungen aus John's Kindheit. Wir wollten das Album positiver gestalten und eine wärmere Stimmung mitschwingen lassen als beim Vorgängeralbum."
Was ist die Vision für das neue Album?
„Für dieses Album haben wir uns mehr Zeit genommen als für jedes andere davor. John fokussierte auf Verlauf, Fortschritt und Struktur. Wir alle widmeten uns intensiv den Tönen und der Gesamtstimmung. Ich glaube wirklich, dass es das Beste ist, was wir je hervorgebracht haben, aber es reflektiert auch alles, was wir bisher gemacht haben. Über eine Vision bin ich mir noch nicht im Klaren; ich glaube das kommt mit der Zeit und mit der Reaktion des Publikums."
Ich spreche bestimmt für das gesamte poolbar-Publikum, wenn ich sage, dass die Spannung auf das neue Album jedenfalls schon groß ist und es an positiver Reaktion im Ländle bestimmt nicht fehlen wird.
(Juliane Fischer)
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