SO 14 08

Geöffnet täglich ab 19:00 Uhr, Abendprogramm ab 20:30 Uhr, wenn nicht anders angegeben.

ArtDesign Intervention - Möbelparasiten in Feldkirch, Öffentlicher Raum, 11:00 Uhr
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Aufforderung zum Dialog
ArtDesign Intervention - Möbelparasiten in Feldkirch

Kollektiv stadtpark nehmen sich mit ihrem Projekt der Privatisierung des öffentlichen Raumes an und hinterfragen diese kritisch-ironisch. Schachspielende Männer, taubenfütternde Omis, zweifelhaft schöne Straßencafés mit Plastikstühlen und Wachstuchdecken, Betonblumenkübel, überquellende Abfalleimer, meist drittklassige MusikerInnen in Passagen, fahrende HändlerInnen mit Labelfake. Der öffentliche Raum verkommt und verkitscht. Vorbei die Zeiten der MarktschreierInnen, GauklerInnen und fahrenden HändlerInnen. Niemand probt mehr die große Rede oder tritt für eigene Überzeugungen ein, wirbt auf einer Kiste stehend TierschützerInnen oder WahlkämpferInnen an. Anders das Kollektiv stadtpark. Die drei FreundInnen laden ein zum Design-Dialog der anderen Art, mit Genuss und intellektuellem Schlagabtausch. Mit ihrer Schubkarrenküche bekochen sie Gäste, bitten diese erst gemeinsam an den gedecktem Tisch und dann zum Dialog. Der öffentliche Raum soll wieder bewusst genutzt, bespielt und mitgestaltet werden. Damit greifen sie das Motto des diesjährigen poolbar-Festivals auf: Mündige Menschen unterschiedlichster Couleur und intellektueller Herkunft kommunizieren miteinander, neugierig, kritisch, lebensfroh, unkonventionell. Das modulare Design auf Rädern ist dabei ein innovativer Ansatz. Möbelparasiten nennen sich die fahrbaren Skulpturen.

Zu erleben sind sie an drei Tagen:
Freitag, 13. August ab 17 Uhr an öffentlichen Plätzen in Feldkirch und ab ca. 20 bis 22 Uhr auf dem poolbar-Festival, ebenso Samstag und Sonntag je 11 - 22 Uhr zwischen Markt und poolbar-Festivalgelände. Im Im Sommer wird es weitere Termine von Bregenz bis ins Fürstentum Liechtenstein geben und und vom 4. bis 6. November kochen und diskutieren die drei mit den Gästen der ArtDesign Feldkirch.

50 Buttons mit Botschaften dienen als Gesprächsgrundlage:

Öffentlicher Raum darf kein Brachland sein.

Öffentlicher Raum hat zu viele Zäune.

Öffentlicher Raum ist wie Zoo - nur zum Anschauen.

Öffentlicher Raum braucht Leben.

Öffentlicher Raum braucht Initiative.

Öffentlicher Raum ist feig.

Öffentlicher Raum ist prüde.

Öffentlicher Raum nährt soziales Leben.

Öffentlicher Raum braucht Individuen.

Öffentlicher Raum muss wachsen.

Öffentlicher Raum ist kein Vorgarten.

Öffentlicher Raum braucht Bildung.

Öffentlicher Raum braucht Nahrung.

Öffentlicher Raum braucht Verantwortung.

 
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Wolfgang Lindner Trio, Pavillon, 11:00 Uhr
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Konzert
Surprise-Impro-Music versprechen Wolfgang Lindner und seine zwei Gäste Sergio Wagner am Bass und Herbert Baumgartner an der Perkussion zum letzten Jazzfrühstück der poolbar-Saison. Hauptsächlich improvisierte Musik und gemeinsam erarbeitete Muster, die durchaus spontan als Jazzstandard oder klassische Formen auftauchen können, werden den Lauschenden kredenzt. Und die haben durchaus Einfluss darauf, was es da zu hören gibt. Rezipierte Stimmungen und Impulse aus dem Publikum liefern das Fundament für die Improvisationen der drei Musiker und für einen gelungenen gemeinsamen späten Morgen.
(mij)
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Selnerich, Wohnzimmer, 19:00 Uhr
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DJ
 
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Matt Boroff, Halle, 20:45 Uhr
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Konzert
2000 war das magische Jahr, das Vorarlberg der Liebe sei Dank den New Yorker Singer/Songwriter bescherte. Matt Boroff & The Mirrors war sein erstes erfolgreiches Ländle-Projekt, das auf drei Alben mit heißem Wüstenrock und seinem undogmatischen Rockentwurf rohe, höchst präzise Urgewalten freisetzte. Boroffs Soloalbum ist als neue Richtung und musikalische Horizonterweiterung zu verstehen, die in „Reaching For Sparks" um einiges ruhiger als die Arbeit mit The Mirrors daherkommt. Bedacht, fast melancholisch schmiegt sich Boroffs Stimme an die rauen Klänge der Gitarre, bedient sich bei Streichern, Bläsern und Klavier, um obwohl textlich schattseitig musikalische Schönheit zu verbreiten.

(mij)





mattboroff.com
myspace.com/mattboroffsolo
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Kaizers Orchestra, Halle, 22:00 Uhr
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Kaizers Orchestra - Knekker Deg Til Sist
 
Kaizers Orchestra - Ompa Til du Dør
Konzert
Gasmaske und Nachttischlampe

Kaizers Orchestra fordern zum Tanz auf

„Wir sind ein gutes Beispiel dafür, dass musikalisch alles möglich, alles erlaubt ist. Wenn man ein Bild malt, darf man doch auch alle Farben benutzen, die Maler vor dir benutzt haben. Wir mischen die Farben nur auf andere Weise." Sänger Janove Ottesen beschreibt den „Anything goes"-Zugang seiner Band, deren erstes Album übersetzt so viel wie „Ompa [eine Art norwegische Polka, Anm.] tanzen bis zum Tod" heißt. Das Sextett greift Elemente traditioneller Stile wie Klezmer oder orientalischer Folklore auf und verbindet diese mit Rock, Pop und Punk. Dabei bedienen sich Kaizers Orchestra einer reichhaltigen Instrumentenpalette, die von Bläsern, Streichern und Akkordeons bis hin zu Ölfässern und verrosteten Autofelgen reicht - kein Wunder, dass der dabei entstehende Klangkosmos ihnen Vergleiche mit Tom Waits einbrachte. Es scheppert, rumpelt und groovt, wenn die Rhythmen zwischen treibenden 4/4-Stücken, besoffenen Walzern und Vertracktem changieren. Ist man deren Landessprache nicht mächtig, weiß man zwar nicht, wovon die Norweger singen, erahnt aber Düsteres.

Ottesen bestätigt die Vermutung, wenn er sagt, es ginge um „Rache und Vergebung, Himmel und Hölle, Liebe und Hass" - jene Dichotomien überraschen nicht, hat man schon mal ein Konzert der Band erlebt: Im schummrigen Licht eines Lampenschirms betreten sie die Bühne, die Anzüge sind schwarz, das Gesicht des Organisten bleibt die meiste Zeit von einer Gasmaske verdeckt. So morbid jene Inszenierung anmutet, so ist sie doch getragen von ergreifender Lebensenergie, guter Laune und Spaß. Gegensätze werden in einem verschroben-mitreißenden, schweißtreibenden Spektakel verbunden, welches das Leben im Angesicht des Todes zelebriert. Lasst uns Tanzen bis zum Umfallen!

(Simone Bernard)





kaizers.no
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Gudrun von Laxenburg, Pool, 00:30 Uhr
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Konzert
Techno. Party. Wahnsinn: Gudrun von Laxenburg zusammengefasst in drei Worten - so zu finden auf der Bandhomepage. Sehr treffend, denn so hat man sich einen Auftritt der drei jungen Österreicher in etwa vorzustellen. Zwar ohne Laptops, aber mit jeder Menge anderen Synth-Sounds und Schlagzeug werden so Hits der Eurodance-Ära à la „No Limits" neu verarbeitet, und man greift sogar noch weiter zurück: zu einem Technoremix von Beethovens „Für Elise" zum Beispiel. Kaum zu glauben, aber es funktioniert und beweist: Wenn es um Musik, Spaß und Feiern geht, gibt es wirklich keine Grenzen.

(Anna Hausmann)



gudrunvonlaxenburg.com
myspace.com/gudrunvonlaxenburg
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2handsup, Pool, 01:15 Uhr
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