DO 01 08

Geöffnet täglich ab 19:00 Uhr, Abendprogramm ab 20:30 Uhr, wenn nicht anders angegeben.

V-Lesung Nr. 23 = hören & lesen, frei statt fromm!, Brutkasten, 20:30 Uhr
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Kottarashky & The Rain Dogs, Pool, 20:30 Uhr
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Kottarashky & The Rain Dogs - Demoni
 
Kottarashky & The Rain Dogs - Opa Hey
Konzert
 

The Balkan sense of life

Kottarashky, alias Nikola Gruev, wurde bekannt für seine field recordings traditioneller Bulgarischer Musik, Funk-, Blues- und Gypsy-Klänge, um sie zu einem electro- und trip-hopartigenTanz-Musik-Stil verschmelzen zu lassen. Sein erstes Album „Opa Hey!“ (2009) rezensierte man mit: „Was hier zu hören ist, fühlt sich an wie ein traumähnlicher Trip, mitten durch die betörende Klanglandschaft von Sofias Nachtleben.“ Seit dem zweiten Album Demoni (2012) verbinden sich Kottarashkys Electro-Folklore Remixes live auf der Bühne mit der Band The Rain Dogs.

Zuerst war der Architekt und Designer Nikola Gruev. Dann kam der Musiker Kottarashky hinzu. Mit deinen Videos wie „Demoni“ oder „Chetiri“ lässt sich gewissermaßen ein Design-Stil erkennen. Inwieweit beeinflusst dich dein Nicht-Musiker-Leben beim Arbeiten an der Musik selbst?

Klar, ließen sich Verbindungen finden. Aber ehrlich, lieber denke ich in meiner musikalischen Arbeit als Musiker. Designer und Architekt bin ich, wenn ein Designer und Architekt gebraucht wird.

Welche Musik, welche Bands haben deine Arbeit geprägt?

Ich bin mit der Musik der 60er aufgewachsen. Die Energie dieser Zeit liebe ich. Das lässt sich dann wohl in meiner Arbeit mit The Rain Dogs und dem zweiten Album „Demoni“ finden. Und dann stehen bei mir natürlich auch Musiker wie Tom Waits und Nick Cave ganz vorne. Sie experimentieren mit Sound und Stilen – das hat gewiss Einfluss auf meine Musik … und natürlich die traditionellen Strömungen meiner Kultur.

Dein erstes Album „Opa Hey!“, produziert vom Berliner Label Asphalt Tango, entstand im Zuge eines field recording-Trips durch die Dörfer, Cafés, Straßen deiner Heimat in Bulgarien ...

...ja genau. Das war einfach eine Reise mit meinem Diktaphon. Ich bin gerade wieder unterwegs gewesen. Nur diesmal hatte ich weniger Glück solche Stimmungen, Szenen, Klanglandschaften wie damals einzufangen. Aber ich habe vor Ort einige Charaktere wiedergetroffen, die in meinen Songs vorkommen.

Viele deiner Songs erzeugen eine heitere, lebendige Stimmung; man muss förmlich aufstehen und tanzen. Hat das etwas mit deiner Heimat zu tun? Lässt sich darin sowas wie ein „Balkan sense of life“ erkennen?

Irgendwie schon. Aber vielmehr ist es meine Art, Musik zu sehen. Ich glaube, sie muss dich „be-wegen“ – in beiderlei Wortbedeutungen: Sie muss dich träumen lassen können, berühren, aber auch einfach jeden Teil deines Körpers in Bewegung versetzen.

Mit The Rain Dogs bist du nun live mit einer Band unterwegs: Klarinette (Aleksandar Dobrev), Gitarre (Hristo Hadzhiganchev), Bass (Yordan Geshakov) und Perkussion (Atanas Popov). Wie kam es dazu?

„Opa Hey!“ war ein rein digitales Album, und ein erfolgreiches. Es war ein Experiment. Aber ich bin eben kein großer Fan von rein elektronischer Musik. Ich glaube Musik muss „lebendig“ klingen. Und da war es der logische nächste Schritt live mit einer Band zu arbeiten.

Die Band war ein neues Element für das zweite Album „Demoni“; Tui Mamaki, Sängerin und Komponistin der Band The Mamaku Project aus Neuseeland ein anderes. Welchen Charakter haben diese Veränderungen für „Demoni“ gebracht?

Meine Musik wurde lebendiger. Und sie haben in das Ganze eine neue Wahrnehmung für die Musik gebracht, ganz neue Ideen sind entstanden.

Sind nach „Opa Hey!“ und „Demoni“ bereits neue Projekte geplant?

Ja. Einige Tracks entstehen gerade und einige alte Sachen müssen noch fertig produziert werden. Aber die „richtige“ Arbeit, also ein mögliches drittes Album, das kommt nach dem Festivalsommer. (Waltraud Indrist)

 





myspace.com/kottarashky

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Kottarashky: Opa Hey! / Bromundt 25.03.13
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Austra (ausverkauft), Pool, 21:30 Uhr
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Austra - Beat And The Pulse
 
Austra - Lose It
Konzert
 
Murder on the Dancefloor

Austra fühlen sich wohl, wenn es in der Disko düster ist. Die Beats dürfen hämmern, aber das Gefühl darf nicht verloren gehen.

Opernmusik ist nicht jedermanns Sache. Die Stücke dauern oft vier oder mehr Stunden, und den Inhalt bekommt man, ohne den Text mitzulesen, sowieso oft nicht mit. Um diese hohe Form der Musikkunst verstehen zu können, braucht es wahrscheinlich eine gewisse Reife. Katie Stelmanis hat schon mit zehn Jahren im kanadischen Kinder-Opernchor mitgesungen. Keine Überraschung also, dass sie als Frontfrau und Sängerin der mittlerweile sechsköpfigen Band Austra ihre gewaltige Stimme dementsprechend in Szene setzt. Die Reife spielt dabei aber keine so große Rolle. Die Songs handeln zwar von großen Gefühlen, aber dennoch lässt es sich großartig dazu tanzen. Und auch Techno steht der Band ausgezeichnet. Das Debüt der Kanadier_innen „Feel It Break“ erschien 2011, und Austra ernteten dafür Lorbeeren aus aller Welt. Darauf fanden sich 80er-Jahre-Popperlen in cool und glasklaren Synthiesounds, die eine gewisse Bedrohlichkeit ausstrahlen. Noch heute gelingt es kaum, Hits wie „Lose It“ und „Beat And The Pulse“ aus dem Gedächtnis zu streichen – nicht, dass man das jemals wollte. Angekommen im Jahr der Schlange, steht ein neues Album an: „Olympia“ macht einen Schritt in der Dunkelheit, der sich anfühlt, als würde er in die richtige Richtung gehen. Es bleibt das Düstere. Die Texte werden persönlicher und der Rhythmusfraktion wird größeres Augenmerk geschenkt.
Sängerin Stelmanis sagt zur neuen Platte: „This is the album where we discovered rhythm.“ Zwischen den elektronischen Synthiesounds finden sich nun also auch Kongos und Marimbas. Tropisch wird es deswegen noch lange nicht. Es fühlt sich an, als hätten die Aufnahmen allesamt nach Mitternacht stattgefunden – kurz bevor es in den Club ging und die seelischen Laster noch abgeworfen werden mussten. In der ersten Singleauskopplung „Home“ behandelt Stelmanis beispielsweise die Angst, wenn sie die ganze Nacht darauf wartet, bis die Geliebte zurückkehrt – ein pianolastiger Ohrwurm und ein Aushängeschild für das Album: Große Melodien spielen einmal mehr die Hauptrolle. Eingebettet in treibende Discobeats findet sich genug Platz für dichte Harmonien und den klassischen Gesang Stelmanis’. Auf der Bühne fungiert die starke Frontfrau als Dirigentin: Die Gesten sind überschwänglich und passen sich ihrem Gesang perfekt an. Die Band folgt, zieht das Publikum in ihren Bann; und man weiß plötzlich, warum man nicht mehr stillhalten kann. Der Klassikunterricht hat sich also gelohnt. (Benjamin Agostini)
 
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Arrowrightactive 2 weitere
 
Austra: Home / Bromundt 16.05.13
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Angels' Share – Ein Schluck für die Engel, Marktgasse Feldkirch, 21:30 Uhr
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Film
 

Angels’ Share – Ein Schluck für die Engel

Schottland ohne Single Malt Whisky wäre nicht Schottland. Dass dieser auch reich machen kann, stellt der kleinkriminelle Jungvater Robbie (Paul Brannigan) fest, als er erfährt, dass in einer Destillerie in den Highlands ein Fass des teuersten Whiskys der Welt versteigert wird. Robbie beschließt kurzerhand, sich des Inhalts anzunehmen und diesen auszutauschen. Ken Loachs Film hat den Jurypreis 2012 in Cannes gewonnen, und das zu Recht.
(GB/F/B/I 2012, Ken Loach, 101 Min., DF)

angelsshare-derfilm.de

 

Dieser Film wird im Rahmen von CycleCinemaClub gezeigt: Freiluft-Fahrrad-Funkkopfhörer-Kino in der Feldkircher Marktgasse.

Beginn ist täglich um 21.30 Uhr, bei Regen wird unter die Lauben verlegt.

 

Im Vorprogramm werden Kurzfilme gezeigt (kuratiert von Eva Birkenstock / Kunsthaus Bregenz).

BACK TO THE FUTURE – VORFILMPROGRAMM
Die KUB Arena präsentiert im Vorprogramm des Open Air-Kinos in der poolbar-Außenstelle, der Feldkircher Marktgasse, analog zu den Sommerveranstaltungen in Bregenz (05 bis 11 AUG) eine Auswahl an künstlerischen und filmischen Science Fictions. Die von Eva Birkenstock zusammengestellten Kurzfilme eröffnen unterschiedlichste Zukunftsvisionen und
damit Möglichkeiten, die Relativität von Zeit und Raum in fassbare Vorstellungen zu übertragen.
 
 
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