MI 14 08

Geöffnet täglich ab 19:00 Uhr, Abendprogramm ab 20:30 Uhr, wenn nicht anders angegeben.

Filmsession in Koop mit ArtDesign, Brutkasten, 19:30 Uhr
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Film
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ARE YOU A MAYBE?
 
Die ArtDesign Feldkirch zeigt den Kurzfilm „Nightmare“, der ganz aktuell aus 27 Beiträgen für die Alpinale 2013 nominiert wurde. Andreas Grabherr, Constantin Lackinger & Friends zeigen ungewöhnliche Einblicke in ihre Gedankenwelt für Zukunftsfragen und deren Abgründe. Die in dem Film geschlagene Brücke zur „Generation Maybe“ wird in den scharfgestochenen Schwarz-weiß-Szenerien zur fundamentalen Bedrohung im Hier und Jetzt. Der an die Crew in Auftrag gegebene commercial Shortcut über die ArtDesign Messe 2012 im Reichenfeld-Areal schließt die kurzweilige Filmsession ab, denn ein wenig Eigenwerbung hat schließlich noch niemandem geschadet, oder?
 
 
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Pop-Quiz, Wohnzimmer, 19:30 Uhr
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Pop-Quiz
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Die letzten Jahre leicht vernachlässigt und jetzt wieder aus der Versenkung geholt: das beliebte Pop-Quiz, bei dem es jeweils mittwochs, bevor es konzerttechnisch losgeht, allerlei fancy Zeugs und v.a. poolbar-Tickets zu gewinnen gibt. Man schnappe sich Stift wie Antwortzettel und beantworte – solo oder im Team – knifflige Fragen aus den Sparten Musik, Film und Lifestyle. Jede richtige Antwort bringt Punkte, und wer am Ende die meisten hat, gewinnt sie, die heiß begehrten Trophäen. Zugegeben, der Zeitdruck macht die Sache nicht einfacher, denn eine Song-Länge muss reichen, um die korrekte Antwort aufs Papier zu bringen. Wir wünschen allen Motivierten viel Glück, mögen die Geistesblitze den poolbar-Himmel erhellen. (mij)

 
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Garish, Halle, 21:00 Uhr
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Garish - Eisenherz
 
Garish - Unglück trägt den selben Namen
Konzert
 

„Wenn dir was bleibt – die Leidenschaft“

„Wir sind, wer wir sind, und es kommt raus, was rauskommen muss.“ Erfahrung und Selbstbewusstsein wohnen dieser Aussage gleichermaßen inne, wie die unglaubliche Leidenschaft, mit der Garish seit über 15 Jahren die Bühnen des Landes bespielen. Ein Gespräch über ironisches Spiel mit den großen Gefühlen, die heimische Szene und Erwartungshaltungen mit den Großmeistern deutschsprachiger Poesie.

Das poolbar-Festival feiert heuer sein 20-jähriges Jubiläum, ihr seid nur unwesentlich kürzer existent. Eine Frage an die alten Hasen: Was ist die markanteste Veränderung in der österreichischen Musikszene in den letzten zehn Jahren?

Julian: In den letzten Jahren gelingt es vielen Musikern ihr ganz eigenes Ding durchzuziehen. Früher hatte ich oft den Eindruck man hinkt in puncto Eigenständigkeit hinterher bzw. kopiert das, was schon seit zehn Jahren niemand mehr hören möchte. Jetzt mal abgesehen von elektronischer Musik.

Max: Das Internet. Diese Veränderung betrifft aber natürlich nicht nur den Musikmarkt in Österreich.

Tom: Die Musik- und Label-Landschaft hat ernorm an Profil gewonnen
und eine erstaunliche Bandbreite. Womöglich hat es damit zu tun, dass man beherzt und ambitioniert auch mit wenig viel erreichen kann.

Mittlerweile gehört ihr einfach zu den Aushängeschildern heimischer Musik, euer Name steht für qualitative Zuverlässigkeit, Herzblut und einen leicht ironischen Zugang an das Ganze, wird ab und an aber auch als recht brav rezipiert. Würdet ihr euren Ruf gerne mal durchbrechen und etwas völlig Anderes abliefern? Welche Rolle spielen Erwartungen für euch?

Max: Ich denke mit der letzten Platte „Wenn dir das meine Liebe nicht beweist“ haben wir genau das geschafft, unsere Hörer zu überraschen , dieses teils „brave“ Image loszuwerden und auch neues Publikum zu erreichen. Die einzigen Erwartungen die bei der Entstehung eines neuen Albums eine Rolle spielen, sind unsere eigenen, das macht das Ganze schon nicht einfach. Das, was der Markt gerade diktiert oder die Erwartungshaltung anderer haben uns noch nie sonderlich beeinflusst.

Tom: Richtig wichtig ist im Grunde nur der Wandel im eigenen Mikrokosmos. Jede neue Platte ist eine Momentanaufnahme, ein Protokoll der gegenwärtigen Chemie. Da liegt vieles bereits in der Luft. Deshalb sind konkrete Erwartungshaltungen eher irreführend.

Kurt: Wir sind, was wir sind, und es kommt raus, was rauskommen muss. Manchmal sind wir mit Vorsätzen an eine Platte gegangen. Hat selten viel gebracht.

Die Fahrt vom Burgenland nach Vorarlberg kann durchaus lang werden – womit vertreiben sich Garish im Tourbus die Zeit?

Max: Wenn es was zu diskutieren gibt, gerne und auch intensiv. Ansonsten das Übliche, Lesen, Filme schauen, Musikhören.

Tom: Da man derzeit ohnehin selten zusammenkommt, wird das ein buntes Programm – neue Geschichten, alte Gewohnheiten – ich bin mittlerweile gerne unterwegs.

Thees Uhlmann, Esteban’s, Bernhard Eder, Soundtracks… Eure Nebenprojekte und Gastauftritte sind ebenso zahlreich wie intensiv, man gewinnt dadurch aber so ganz nebenbei auch neue Perspektiven. Deshalb: was zeichnet Garish aus?

Max: Ich denke das „Sich-immer-wieder-Zusammenfinden“, da wir uns zwischen unseren kreativen Phasen immer sehr weit von einander entfernen, im musikalischen Sinn. Ich könnte mir vorstellen dass dieses Procedere der einen oder anderen Band zu nervenaufreibend wäre. Jedoch sind wir uns alle dessen bewusst was wir an dieser Band haben, jetzt vielleicht so sehr wie noch nie.

Tom: ...zunehmend ein widersprüchliches Moment.

Die letzten Garish-Auftritte fanden oft in speziellerem Ambiente statt, etwa im Stadtsaal oder im Porgy&Bess. Wie wichtig ist euch bei einem Konzert die Location, der Rahmen?

Max: Es ist für uns immer spannend auf die vorgegebenen Rahmenbedingungen zu reagieren. Es macht einen Unterschied ob ich ein Konzert in einer Synagoge gebe oder im B72. Hinsichtlich Instrumentierung und Arrangements bietet unsere Musik hier viele Möglichkeiten die wir auch immer wieder gerne mal ausschöpfen.

Tom: Kann man nie so genau wissen - ein besonderer Rahmen bedeutet nicht immer ein besonderes Konzert. Aber es gibt natürlich Clubs, in denen eine bestimmte Atmosphäre herrscht, die man dann abends auf die Bühne mitnimmt.
In Hamburg gibt es einen Club der von oben bis unten in schwarz und weiß mit Fliesen ausgekleidet ist – was untertags nach Fleischerei ausgesehen hat, hat abends dann ordentlich gekracht...

Garish gilt unumstritten als eine der präzisesten, tiefgründigsten und feinfühligsten deutschsprachigen Bands. Was reizt euch an der deutschen Sprache in der Popmusik, wo liegen die Stärken und die Schwächen?

Max: Man kann sich hinter der deutschen Sprache nicht so leicht verstecken wie das vielleicht bei Fremdsprachen der Fall ist. Zudem ist Deutsch eine recht „harte“ Sprache, etwa im Gegensatz zum Englischen, wodurch das Texten sicher auch nicht einfacher wird. Trotzdem möchte ich mir Sätze wie „Komm ich nehm dich in den Arm, sag an was willst du hören“ oder „den Idioten zum Beweis nützt das gar nichts“ nicht in anderen Sprachen vorstellen. Ich mag diese Direktheit, die man mit der deutschen Sprache erreichen kann.

Tom: Es geht mir dabei viel um den Klang, um Aussprache und ein intuitiv selektiertes Vokabular, um spielerischen Umgang und Zweckentfremdung.
Mir kommt vor, man ist auch mehr mit einer Art Hemmschwelle konfrontiert, da so manche Zeile - und besonders in Verbindung mit Musik - lächerlich oder scheissig klingen kann, auch wenn sie stimmt.
Ich habe mittlerweile einen viel rhythmischeren Umgang mit der deutschen Sprache entdeckt.

Die ebenfalls am Poolbar auftretenden Tocotronic sangen einmal „Über Sex kann man nur auf Englisch singen“. Stimmt ihr dem zu und falls nein: Darf man sich beim nächsten Album auf den Gegenbeweis freuen?

Max: Zwischenmenschliches – immer schon ein Thema gewesen. Jedoch wird es auch beim nächsten Album keine „shades of grey-Passagen“ geben.

Tom: Tom Liwa kann das – als großer Leonard Cohen Verehrer hat er das richtig gut drauf, ohne ekelig zu klingen..und auch der Heller.

„Ich war das Warten nie gewöhnt“ heißt es im Schlusssong „Wir Warten“ eures letzten Albums. Wie lange dauert es noch, bis auch der zweite Teil „Wir sind da“ wieder zutrifft?

Max: Noch ein bisschen, bis Januar, Februar 2014.



Das poolbar-Festival freut sich auf das „Wieder da“! Wenn dir was bleibt – die Leidenschaft! (Julius Schlögl)



garish.at

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Club Boogaloo, Wohnzimmer, 21:00 Uhr
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Shout Out Louds (ausverkauft), Halle, 22:30 Uhr
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Shout Out Louds - Fall Hard
 
Shout Out Louds - Please Please Please
 
Shout Out Louds - The Comeback
 
Shout Out Louds - Tonight I Have To Leave It
Konzert
 

„How can such a nordic band make me sweat?“

Täuschungen, auch optische oder akustische, darf man von Shout Out Louds keine erwarten. Kompromisslos ehrlich und aufrichtig stellt die schwedische Band am 14. August beim poolbar-Festival ihren neuesten Wurf „Optica“ vor.

Als „celebration of colour and light“ wollen Shout Out Louds ihr jüngstes Werk „Optica“ verstanden wissen. Und tatsächlich strotzt das Album nur so vor bildlichen Stilfiguren und Metaphern: „dark tunnels“, the „chasing sun“ und „shadows in the light“ illustrieren die lautmalerischen Lichtspiele der Schwed_innen. „Mehr Mut und Leuchtkraft“ wünschten sie sich für ihr viertes Album – und zogen sich dabei paradoxerweise in ein fensterloses Kellerstudio in Stockholm zurück. Produktivität als Folge eines Abwesenheitszustandes? „Das Licht erfüllte unsere Gedanken deshalb, weil es im Studio fehlte“, meint Keyboarderin Bebban Stenborg und spricht damit indirekt das Schicksal aller nordischen Länder im Winter an. Was nicht da ist, wird ersehnt, muss ersetzt und darf erträumt werden. Nicht umsonst gibt es winterliche Bräuche wie das Lucia-Fest, Lichtduschen an öffentlichen Orten oder „Winter Lights“-Kulturwochen. Konsequenterweise wurde „Optica“ also im Februar veröffentlicht und wartet mit saisonalem Widerstand in Form sonniger Melodien, luftiger Strukturen und ausgelassener Instrumentierung auf. Fröhlich-verspielt und unbeschwert überrumpelt es einen mit seiner guten Laune und Sorglosigkeit. Synästhetiker_innen würden vor ihrem inneren Auge wohl ein knalliges Hawaiihemd sehen: „Optica“ ist ein quietschig-buntes Kaleidoskop der Auseinandersetzung mit Licht und Schatten, voller überraschender Elemente und Perspektiven.

Nicht zuletzt ist das aktuelle Album aber auch ein weiterer Schritt in der Entwicklung der Band. Vorbei sind die Zeiten der melancholischen Hymnen, entstanden aus der Gefühlsachterbahn der Jugend, vorbei der Weltschmerz und die schwermütigen Balladen – Shout Out Louds sind erwachsen und gelassen geworden – und doch vertraut geblieben. Es sind die kennzeichnenden Momente, die der Band erhalten geblieben sind: der Hang zu umarmenden Harmonien, eine gewisse Nachdenklichkeit und vor allem eine unglaubliche Authentizität. Das Quintett rund um Adam Olenius ist sich und seiner in Österreich sowieso mächtigen Anhängerschaft treu geblieben – wie ein alter Freund bzw. eine alte Freundin: Man mag sich mit den Jahren etwas voneinander entfernt haben und doch bleibt man vertraut, schätzt sein Gegenüber für seine Aufrichtigkeit und Unverfälschtheit. Und ab zu haut man noch einmal ordentlich einen drauf und feiert gemeinsam wie in alten Tagen. Denn wenn Shout Out Louds eines mit Sicherheit nicht verlernt haben, dann das: ein Konzert zu einem unvergesslichen, intimen und euphorisierenden Abenteuer zu erheben. Es werde Licht! (Julius Schlögl)





shoutoutlouds.com

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A-Wax, Halle, 00:30 Uhr
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DJ
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ACHTUNG: Das Konzert von XXYYXX musste aus gesundheitlichen Gründen leider abgesagt werden: Mehr dazu im poolbar-Blog!

A-Wax wird umso aktiver sein!

 
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